1996-1998
Es folgt ein Jubeljahr der Abteilungen, 1995.

10 Jahre Volleyball, 20 Jahre Tennis und 25 Jahre Gymnastik im FC Ezelsdorf. Gerade letztere Abteilung hat an Attraktivität dank engagierter, junger Frauen, die auch bereit sind sich zu Übungsleiterinnen ausbilden zu lassen, und einer immer aktiven Abteilungsleitung, stark gewonnen. So werden neben Senioren-Gymnastik, Mutter- und Kindturnen auch Aerobic und Rückengymnastik angeboten. Grund genug, in den Gymnastikraum im Sportheim in einen elastischeren Boden, bessere Belüftung und in eine Spiegelwand zu investieren.

Bereits vor etwa 20 Jahren, wurde in den Wintermonaten Skigymnastik unter der Leitung von Karin Meier durchgeführt. Diese spezielle Art von Gymnastik liegt aber seit der Gründung der Ski-Abteilung, die in diesem Jahr noch ihr 10-jähriges Bestehen feiern wird, in der Zuständigkeit dieser Abteilung und mit gutem Erfolg. Nicht selten sind es über 40 Teilnehmer, die zu Beginn des Winters, sehr zur Freude des Abteilungs- und Übungsleiters Reinhard Lang, daran teilnehmen.

Die in den letzten Jahren nicht mehr abgehaltenen Weihnachtsfeiern sollen wieder belebt werden. Man erinnert sich der gemeinsamen Jahre und veranstaltet eine Weihnachtsfeier im Sportheim mit dem MGV Liederkranz 1909, Ezelsdorf.

Das schönste Weihnachtsgeschenk bereitet sich der Verein jedoch selbst. Mit Ausnahme eines zinsgünstigen Darlehens von DM 90.000,— beim BLSV ist der Verein schuldenfrei. Der finanzielle Kraftakt in Verbindung mit dem Sportheimerweiterungsbau ist glücklich abgeschlossen.

1996 gewinnt der FCE erstmals nicht das Burgthanner Tennis-Doppel-Turnier zwischen den drei Vereinen FCE, SVU, TSV. Es werden 925 Mitglieder gezählt und es zeigt sich: Mit einem attraktiven, sportlichen Angebot und gut ausgebildeten Übungsleitern können Mitglieder dauerhaft an den Verein gebunden werden. Schon frühere Vorstände hatten erkannt, dass das Kapital des Vereins die Mitglieder sind. Diese gilt es zufrieden zu stellen und dann könnte zum Jubiläum auch das 1000. Mitglied begrüßt werden.

Nachdem bei der Überprüfung der Verwendung der Zuschüsse für unsere Baumaßnahmen anfänglich noch Fragen offen geblieben waren, bestätigt und der Bayerische Oberste Rechnungshof eine den Richtlinien entsprechende Verwaltung der Steuermittel.

Der Initiative der Tennisabteilung und dem organisatorischen Bemühen unseres Gesamtjugendwartes, Manfred Foytik, ist es zuzuschreiben, dass 1996 erstmals ein Jugendtag im FCE unter Beteiligung aller Abteilungen durchgeführt wurde. Hüpfburg, Geschicklichkeitsübungen und viele andere Spiele wie Torwandschießen, Tennisbälle einlochen, Dosen werfen, lassen diese Veranstaltung zu einem tollen Erlebnistag werden. Es gab Kaffee, Kuchen, Eis und Getränke und alles wurde mit einer Preisverteilung gekrönt. Im Jubiläumsjahr 1998 ist dieser Tag in die Festwoche mit eingebunden.

Im 74. Jahr der Vereinsgeschichte, also 1997, wird von der Fußballabteilung ein Kleinbus für die Beförderung zu Auswärtsspielen, in erster Linie für Schüler und Jugendliche, angeschafft. Die Finanzierung wird durch den Verkauf von Werbeflächen ermöglicht. Horst Eckersberger erwirbt sich hierbei besondere Verdienste. Aber nicht nur dabei kommt sein Engagement für die Ezelsdorfer Sportjugend zum Ausdruck. So organisierte er, selbst Vater von zwei Buben, 1986 einen Segeltörn um halb Dänemark herum. 1996 hieß es: Auf geht’s ins Disney-Land nach Paris und 1997 hieß es: Let’s go to England.

Nach 1972/ 73/ 82/ 84/ 91 und 1993 fuhren 1995 zum 7. Male, zuletzt 65 Jugendliche und Begleiter aus Ezelsdorf und Umgebung, ins Feriendorf des BLSV. Viele Eltern fragen sich schon heute: Wer macht es dann, wenn Horst Eckersberger nicht mehr mag oder kann.

Das Jahr 1997 stand auch im Zeichen der Vorbereitung auf die 75-Jahr-Feierlichkeiten. Der Gymnastikraum im Sportheim wurde renoviert, wobei die Wasserschäden erst sichtbar wurden, und nach über 20 Jahren mussten die 5 Tennisplätze erneuert werden. Mit einem Kostenaufwand von DM 145.000,— wurden auf die 5 Plätze neue Oberschichten eingebracht. Durch die Verdichtung des Oberflächenmaterials war die Wasserdurchlässigkeit der Plätze nach 22 bzw. 18 Jahren nicht mehr gegeben. Den Anforderungen der Mitglieder folgend, wurde eine vollautomatische Beregnungsanlage für die Plätze 1 bis 3 gebaut und für die Plätze 4 und 5 die bestehende saniert. Jahrelang pflegte Richard Hoyer die Anlage. Jetzt kümmert sich ebenso gewissenhaft Günter Albert darum.

Das Problem der Platzpflege kennen aber auch die Fußballer.

Nachdem, durch die Vereinsstruktur bedingt, die Aktivitäten und damit auch die Verantwortung für die sportlichen Einrichtungen primär bei den Abteilungen liegen, sind die Fußballer auch für die Pflege der Plätze verantwortlich.

Bis vor kurzem hat Hans Gietl, fast ein Jahrzent, ehrenamtlich und für anerkennende Worte alljährlich, zwei Spielfelder gepflegt. Keiner im Verein weiß besser wie oft und wie kurz der Rasen eines Fußballfeldes geschnitten werden, wann, wie intensiv gewässert und gedüngt werden muss. Vom Streudienst ganz zu schweigen. Jetzt teilen sich mehrere Vereinsmitglieder die Aufgabe, allen voran wieder Hans Gietl.

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