Die Chronik unseres FC-Ezelsdorf

Wie alles begann
Ein schwüler Julitag – ein Sonntag – liegt über der 300-Seelengemeinde Ezelsdorf. In Richtung Pyrbaum ziehen dunkle Gewitterwolken am Himmel auf und schon ist dumpfes Donnergrollen zu vernehmen.
Man schreibt das Jahr 1922.
Aufgeregt rennt der „Geigerbauer“ zwischen Scheune und Stall hin und her, denn das Heu auf der Wiese ist schon trocken, er möchte es – auch wenn es Sonntag ist – noch unter Dach bringen.
„Donnerwetter, wo ist denn nur der Sepp wieder“, schimpft er auf seine Bäuerin ein.
„Na wo wird er denn sein? Er wird wieder hinter dem Ball, den er immer mit dem Fuß, stößt her sein. Der besinnt sich ja gar nimmer.“
Der Sepp war nämlich als Knecht beim Geigerbauer. Er stammte aus dem Schwäbischen. Wo er genau her kam, wusste wohl niemand. Aber er hatte die ganze damalige Jugend der Gemeinde auf die Beine gebracht mit seinem Fußball.
Schon ein paar Jahre lang wurde auf dem ‚See’, der als Kuh- und Gänseweide diente, herumgebolzt. Wie eine wilde Horde rannten die jungen Männer dem runden Leder nach.
Der erste erworbene Ball war aus Segeltuch, den man durch das Versandhaus "Stuckenbrok", Einbeck, bezog.
Zwei Hopfenstangen dienten als Pfosten, eine Hopfenrebe als Querbalken.

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